hee saith shipp


Yeah – ship – what else should a seaman say? This is a wordle cloud based on the complete 70th volume of the High Court Admirality between the years 1654 and 1656. 1511 pages have been scanned, transcribed by Colin Greenstreet at al., published on a wiki, [here starts my involvement] downloaded as RDF, republished on one page with XSLT, pasted into wordle, and adjusted the parameters to generate the image above.

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Chronoscope Hamburg

Chronoscope Hamburg für Web, iPhone und iPad

Das Chronoscope Hamburg ist eine Zeitmaschine, mit der man 300 Jahre in die Geschichte Hamburgs zurück reisen kann. Das Projekt, das im Rahmen von Coding da Vinci Nord entstanden ist, läuft in jedem Browser und auch als spezielle WebApp für iPhone und iPad.

Die Start- und die About-Seite erklären schon ausreichend worum es geht. An dieser Stelle soll daher mein Manuskript des Abschluss-Events im Resonanzraum ein paar Aspekte des Design-Prozesses beleuchten.

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Moin,

darf ich vorstellen: Meine Kollegen Hein und Fiete. Ihres Zeichens Geometer, die vor mehreren 100 Jahren mit einer unglaublichen Präzision Hamburg vermessen haben. Ihre Karten – und 240 weitere von Hamburg, Altona bis hin zur Elbmündung befinden sich heute in der Stabi und sind der Ausgangspunkt für mein Projekt.

Ich bin Matthias Müller-Prove, Informatiker und Interaktionsdesigner.

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Im ersten Schritt ging es um das Zugänglichmachen und Sichten der Karten, denn 6GB Scans und MetaDaten im XML Format sind nicht per se einfach zu durchstöbern.

Schon hier gab es wunderbare Details in den Marginalien zu entdecken. Und sobald man die Karten alle vor sich hat und am Bildschirm performant und dynamisch betrachten kann, kommen die Ideen zur Umsetztung von ganz alleine.

Der spannende Punkt beim Experience-Design ist es, wie man es schafft die eigene Begeisterung für das Thema zu transportieren. Denn es sollte ja bei den Anwendern selbst die Begeisterung geweckt werden und ihre Neugierde sollte sie zu Ecken und Zeiten von Hamburg leiten, die ich gar nicht vorgedacht habe. 

Außerdem ist jedes Interface entweder Map or Plan. Bei einem Plan müssen vorgegebene Schritte abgearbeitet werden um das Ziel zu erreichen. Bei einer Karte navigiert der Nutzer selbst.

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Gebaut und gestaltet habe ich also eine Zeitmaschine, mit der man quer durch Hamburg und Altona und quer durch die Jahrhunderte reisen kann. Derzeit gibt es 4 Karten, die man transparent über die heutige Stadt legen kann. Die Karten habe ich händisch ausgerichtet und in höchster Qualität eingebunden.Jeder meiner Usability-Probanden ist sofort zu einem Ort navigiert, den sie sehr gut kennt. Diesen persönlichen Bezug kann keine Guided Tour herstellen.

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Das Chronoscope basiert auf google maps, und ist mit JavaScript implementiert. Es läuft in jedem Browser und kann auch als spezielle WebApp für iPhone und iPad gestartet werden. Dann hat man noch mehr Platz für die Karten.

Seit gestern gibt es ein secret Feature: ChronoHyperLinks. Das sind Links, die man mit Freunden teilen kann.

Wer Lust bekommen hat, kann das Chronoscope Hamburg gerne selbst ausprobieren.

Gutes Design ist langlebig und nachhaltig

Die PAGE fragt aktuell Was ist gutes Design heute? und hinterfragt damit auch Dieter Rams’ These nach der gutes Design langlebig zu sein hat. Dazu durfte ich mich wie folgt äußern_

Bei der Gestaltung für rein digitale Medien ist es relativ unerheblich, ob man die Produkte in kurzen Zyklen erneuert und dabei Altes wegwirft. Es sind nur bunte Pixel und Licht. Ver­schwendet wird dabei nur die Arbeitszeit des Designers und die der Webentwickler. Gestaltet man zum Beispiel den Auftritt für eine Konferenz, will man kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen. Bei einer Cutting-Edge-Konferenz mit innovativen Themen, darf man mit dem Design sogar irritieren und die aller neusten Design-Trends benutzen und übertreiben – in dem Kontext macht Langlebigkeit keinen Sinn. Danach hat die Site ihren Nutzen erfüllt und wird bis zur nächsten Auflage der Konferenz unwichtig. Falls man allerdings zusätzlich einen nachhaltigen Effekt erzielen möchte – Stichwort Community Building oder Branding, sollte man in der Zwischenzeit die Site nicht stiefmütterlich behandeln, sondern hier die Vorträge in Form von Slides oder Videos anbieten.

Visual Design war gestern skeuomorph, dann »flat« und nun »material«. Folgt man jeweils den neuesten Design-Trends, bleibt leider oft der Nutzer dabei auf der Strecke, da er beispielsweise nicht mehr erkennen kann, ob es sich um einen aktiven Button handelt oder um statischen Text. Die Gestaltungsregeln und -prinzipien für interaktives Design sind in jedem Fall wichtiger und langlebiger als Modetrends an der Oberfläche.

Zapft man allerdings für die Produktherstellung Ressourcen der Erde an, indem man zum Beispiel Seltene Erden und Metalle wie Coltan und Kobalt aus China in Smartphones verbaut, bekommt Langlebigkeit im Design einen anderen Stellenwert. Ist das Telefon zu trendy und nach kurzer Zeit unmo­dern, wirft der Verbraucher das ganze Produkt auf den Müll, mitsamt den kostbaren Ressourcen. Da wird es schon dramatischer. Das Design der Hardware muss nachhaltig sein. Ein tolles Beispiel für langlebiges Design ist das Regal­system 606 von Vitsœ, das Dieter Rams 1960 entworfen hat. Seinen zehn Gestaltungsprinzipien entsprechend stellt die Firma ausschließlich langlebige Möbel her, mit dem Ziel: Es besser zu machen statt neuer.

Diesen Aspekt müssen wir Designer künftig mehr bedenken, denn rein digitale Anwendungen, die früher unter den Glasscheiben der Displays lagen, werden mit dem Internet of Things oder Tangible Interfaces zunehmend haptischer und materialorientierter. Das, was Industriedesigner schon lange wissen, war bisher im Screen-Design irrelevant. Nun müssen wir uns zugunsten der Nachhaltigkeit mit Langlebigkeit beschäftigen. [erschienen, leicht gekürzt, in PAGE 10.16]

Matthias Müller-Prove

Nachhaltigkeit wird auch fürs Screendesign relevant. –Matthias Müller-Prove

#WUDHH am 10.11.2016

World Usability Day Hamburg #wudhh 10.11.2016

Moin,
der World Usability Day Hamburg findet am 10.11.16 statt. Wie immer ist das der zweite Donnerstag im November. Und wie immer findet der WUD weltweit in vielen Städten statt.

Das Generalthema lautet für 2016 “Sustainable (Green) UX”, also zuallererst der schonende Umgang mit den endlichen Ressourcen unseres Planeten, aber wohl auch der sinnvolle Umgang mit der Zeit und Aufmerksamkeit der Anwender und mit dem Zeitbudget der Design- und Entwicklungsteams.

Der WUD lebt von Euren Beiträgen! Überlegt Euch also bitte, wie Ihr den WUD bereichern könnt. Der Call for Presentations [doc] läuft noch bis 7.9.16 20.9.16.

Links

Der HHer WUD wird organisiert von eparo und der HAW.

Medienpartner ist uxHH.

John Neumeier’s Kyoto Prize Lecture

A choreographers designs and paints with human beings in time and space. – John Neumeier
The 2015 Kyoto Prize Commemorative Lecture by the Laureate in Arts and Philosophy John Neumeier, director of the Hamburg Ballet: Moving People – Dance As A Living Shape Of Emotion

The talk is divided into a biographical/career first part and into a ballet/philosophical second part. The latter starts at about minute 35.

Reeperbahn Festival Conference Highlights

The Reeperbahn Festival Conference 2016 offers (at least) 3 intriguing sessions. They cover the design space between the virtual and the real world. So, if you attend the festival, don’t miss_

Fascination – The State of VR
Prof. Dr. Frank Steinicke, Uni Hamburg ~ /a well-knows speaker at RSE15

Space Oddity – VR & Arts
w/ Toby Coffey of the National Theatre in London

Smart Cities: How Tech Connects Citizens To Solutions

BTW Some photos from RBFC/NEXT15

Inspire – Inform – Consult /reloaded

UXCampHH Circus

Für UX-Designer kann jede Unterstützung, die sie aus anderen Firmenbereichen bekommen, nur herzlich willkommen sein. Entwickler, die um ihre eigenen Stärken wissen – hoffentlich das Entwickeln – und die ihre Schwächen kennen – wahrscheinlich den benutzerzentrierten Ansatz – und die deshalb proaktiv auf die UX-Designer zugehen sind unschätzbar. Customer Experience-Experten, die nicht nur Käufer, sondern auch die Anwender dahinter bedenken, stehen einer Zusammenarbeit mit den UX-Designern aufgeschlossen gegenüber. Damit solche Kollegen nicht die Ausnahme darstellen, sollte es sich der UX-Designer zur Gewohnheit machen, durch stetiges Aufklären seine in software-ergonomischen Belangen unerfahrenen Arbeitskollegen für Usability und User Centered-Design zu sensibilisieren und interessieren.

In den frühen siebziger Jahren trafen sich die Forscher am Xerox PARC wöchentlich zu den so genannten Bean-Bag-Konferenzen. Auf Sitzsäcken verteilt lauschten sie den Ausführungen von Fachkollegen und ersannen die technischen und interaktiven Konzepte des Personal-Computings für die folgenden Dekaden. Heute veranstalten die größeren Firmen interne Vortragsreihen und Innovation Summits. Diese Seminare bieten den Mitarbeitern in regelmäßigen Abständen Einblick in Fragestellungen der Unternehmensstrategie, sowie aktueller Trends der Hard- und Softwareentwicklung. Die Vortragenden können dabei aus der Firma selbst kommen; das dient dem Zusammenhalt und dem besseren Verständnis für Herangehensweisen in anderen Abteilungen. Durch eingeladene Vorträge werden dem Team neue Impulse gegeben. Sie können zusätzlich den schönen Effekt haben, dass die Position des UX-Designers gestärkt wird.

// Dieser Text erschien 2003 im Hanser Verlag. Es wurden lediglich ein paar Begriffe ausgetauscht, um ihn an den heutigen Sprachgebrauch anzupassen. cf. Everything You Always Wanted to Know About UX – But Were Afraid to Ask – UXCampHH 2016