Apple Preisliste Stand November 1984

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Versuchen Sie nicht eine Maschine zu werden.

Bei vielen Computern muß man wie ein Computer denken lernen, um damit umgehen zu können.

Nicht so bei Apple. Da hat der Computer schon gelernt, sich auf Ihre Arbeitsweise einzustellen. Deshalb ist er so leicht zu verstehen, zu bedienen und deshalb nutzt man ihn oft und gerne.
Denn es gibt auch für alle Aufgaben den richtigen Apple.

Den Apple //c, den kleinen, kompakten und kompletten Computer, der in Ihren Aktenkoffer paßt und der mit erstaunlicher Leistungsfähigkeit überrascht.

Den Apple //e, gewissermaßen der erste Personal Computer überhaupt und auch heute an erster Stelle, was Vielseitigkeit Zuverlässigkeit und Ausbaumöglichkeiten betrifft.

Den Macintosh, das kleine Genie für jeden Schreibtisch und für jedermann. Statt Computerkommandos hört er auf Ihren Zeigefinger, denn in ihm steckt die revolutionäre Lisa-Technologie.

Und Lisa, das professionelle Bürosystem mit der revolutionären Technologie der Maus-Steuerung und der integrierten Software. Noch nie war es so leicht, so vielfältige und komplexe Aufgaben zu lösen.

Heute gibt es weltweit über 2 Millionen Menschen, die einen Apple haben. Und damit lieber arbeiten, als mit einem Computer.
Wenn Sie Apple näher kennenlernen, gehören Sie bald auch dazu.

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// gefunden auf http://www.mauseum.net/Apple/

// Scan der Preisliste März 1985

15 Jahre UX Roundtable Hamburg @ Boilerman Bar, 30. Mai 2016

boilermanSeit März 2001 treffen sich Interaction Designer und Usability-Experten allmonatlich zum UX Roundtable. Das macht uns zu Deutschlands erstem Treffpunkt für Interaktionsdesigner und Usability-Experten.

Darauf wollen wir am 30.5. anstoßen.
Wir freuen uns auf das Seemannsgarn, das die alten UX-Haudegen zum Besten geben werden genau so, wie auf ein Wiedersehen mit den zahlreichen UX-Designern, die über die Jahre zu uns gestoßen sind.
Treffen am 30.5.16 ab 19:30 Uhr in der Boilerman Bar im Alten Hafenamt, Osakaallee 12, 20457 Hamburg

Designer oder Künstler?

Jemand, der macht was er will, ist ein Künstler.
Jemand, der macht was er muss, ist ein getriebener Künstler.
Jemand, der macht was andere wollen, ist ein Angestellter.
Jemand, der macht was andere brauchen, ist ein Designer.

RSE16 sucht nach Living Sustainable Patterns

RSE16 - Living Sustainable Patterns

Das Raum Schiff Erde ist ein Kongress für digitale Philosophie, Experience Design und Netzkultur mit nachhaltig globalem Anspruch. Unter dem Motto Living Sustainable Patterns wird sich am 21.2.16 erneut eine bunte Mischung aus Wissenschaftlern, Social-Media-Experten, Designern, und Medienkünstlern im Nochtspeicher auf St. Pauli in Hamburg treffen.

Dabei ist das Raum Schiff Erde selbst ein Living Sustainable Pattern, denn seit 2010 ist es bereits der 5. Kongress dieser außergewöhnlichen Art. Das diesjährige Motto geht auf den Architekten Christopher Alexander zurück, der seine Philosophie des Bauens von Städten, Gebäuden und Konstruktionen in mehreren Büchern dokumentierte. Jedes einzelne Pattern beschreibt dabei für eine Problemsituation die darin wirkenden Faktoren, zeigt prototypische Lösungen auf und illustriert diese mit Beispielen und Verweisen zu verwandten Patterns. Diese Idee haben die Software-Engineers Ende der 1990er Jahre für sich entdeckt, als sie der Komplexität der Systementwicklung nicht mehr Herr wurden. Den Software Design Patterns folgten die Interaction Design Patterns — manch andere Disziplinen haben ebenfalls Pattern-Languages für ihre Domäne adaptiert. Behavioral Patterns gehen sogar in die Richtung von Gruppen-Dynamik, Team-Arbeit und Innovation.

Wie bereits angedeutet folgt die Crew des Raum Schiff Erde ebenfalls einigen Patterns, um den Kongress jedesmal zu einem ganz besonderen Event für alle Beteiligten werden zu lassen.

We are not passenger, we are all crew on spaceship earth! — Marshall McLuhan

In diesem Jahr dürfen sich die teilnehmenden Astronauten auf ein paar ganz besondere Referenten freuen: Nils Sparwasser vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum für Erdbeobachtung; Olaf Bartels spricht über Stadtarchitektur; Dr. Julia Kleeberger und Franziska Schmidt von Junge Tüftler aus Berlin zum nachhaltigen Lernen. Des Weiteren kommt die Dokumentarfilmerin Sandra Trostel und berichtet über John Cage und den Chaos Computer Club; der Szenograf Sven Klomp macht aufmerksam für Muster des Alltags; Jenni Schwanenberg zeigt, wie man mit Patterns innovativere Produkte und Services entwickeln kann, und als Closing Keynote Speaker kommt Prof. Dr. Frieder Nake, der seit den frühen 1960er Jahren mit Algorithmen in der Kunst experimentiert.

Dank der Sponsoren — human interface design GmbHeffective webworkeparo, und Xing — ist ein Flugticket zu 15 EUR zu haben. Ermöglicht wird das RSE16 zudem durch viel ehrenamtliches Engagement der Crew und der ideellen Unterstützung des HIFoum e.V., dem Alumni-Verein des Fachbereich Informatik der Universität Hamburg.

Weitere Infos und Tickets unter http://raumschiffer.de

Klappt nicht? UX Design hilft!

Wer ist eigentlich der Dumme, wenn etwas nicht funktioniert? Oftmals sucht man die Schuld bei sich selbst, da es ja offensichtlich allen anderen Nutzern des Produktes nicht schwer fällt damit klar zu kommen. Zugegeben – die digitalisierte Welt wird immer komplexer. Vorbei sind die Zeiten, als man mit der flachen Hand auf den Fernseher schlug, um den Schnee zu vertreiben. Heute sind die Geräte so flach, dass man auch gleich in die offene Klinge eines Kochmessers greifen könnte. Im Inneren vieler technischer Geräte verrichten Computer ihren Dienst; diese können aber nur so gut sein, wie die Designer und Entwickler das Gerät und seine Funktionen gestaltet haben. 
Wenn etwas nicht funktioniert, dann liegt das in den seltensten Fällen an einem menschlichen oder Systemversagen, sondern eher an einem Mißverständnis zwischen den Erwartungen des Anwenders und den Annahmen der Produktgestalter. Dumm ist das für alle Beteiligten, insbesondere aber für den Hersteller oder Anbieter des Produktes – sei es nun ein ein anfaßbares Produkt oder ein digitaler Service per App oder Website – denn ein unzufriedener Kunde hält schnellsmöglich nach Alternativen Ausschau. Ist er hingegen von Nutzen und Bedienbarkeit überzeugt, wächst seine Loyalität und er wird ein weiteres Produkt der Marke gerne wieder kaufen oder das Produkt weiterempfehlen. 
Im Bereich des Produkt-Design hat sich für die Wahrnehmungen und Reaktionen eines Anwenders der Begriff User Experience (UX) etabliert. Dieser umfasst alle kognitiven und emotionalen Reaktionen, die durch die Nutzung eines Systems, Produktes oder Service hervorgerufen werden. User Experience (zu deutsch Nutzungserlebnis) beginnt dabei schon deutlich vor der eigentlichen Nutzung, da die Customer Experience, also die Phasen rund um die Kaufentscheidung – wie z.B. Interesse, Neugierde, Kosten/Nutzenabwägungen, Vorfreude – die User Experience nachhaltig beeinflussen.
So weit – so gut. Nur bleibt ein Problem, denn im eigentlichen Sinne gibt es kein User Experience Design. UX sind Prozesse im Menschen. Für eine direkte Einflussnahme auf die UX des Anwenders müsste man ihn entweder hypnotisieren oder Drogen verabreichen. Also bleibt nur, die Schnittstellen und Interaktionen zwischen dem Anwender und dem Produkt oder Service so zu gestalten, dass dabei eine möglichst positive Nutzungserfahrung hervorgerufen wird. Der Begriff hierfür ist Usability (zu deutsch Gebrauchstauglichkeit). Usability ist eine Produkteigenschaft, die gestaltet und gemessen werden kann. Sie setzt sich zusammen aus
a) Effektivität – Wird ein Ziel erreicht?
b) Effizienz – Wie aufwendig ist es das Ziel zu erreichen?
c) Zufriedenheit – Wie zufrieden (subjektiv-gemittelt) sind die Anwender mit dem Produkt oder Service?
Dabei ist es wichtig den Anwender, seine Frage- oder Problemstellung, sowie den Anwendungskontext zu kennen, da davon maßgeblich die Beurteilung der drei Kriterien abhängt.
Dazu ein kleines Beispiel: Ein Navi mag gut auf dem Smartphone funktionieren, wenn man es fest im Auto installiert und in Ruhe das Fahrtziel eingegeben hat. Eine Navigation per Smartphone App auf einer Segeljolle ist fraglich, da die Bedienung des plötzlich sehr klein wirkenden Touchscreens mit womöglich nassen Fingern auf schwankendem Deck die korrekte Eingabe des Zielhafens sehr erschweren kann.
Es ist die Aufgabe von Produkt-Designern, Interaktionsdesignern, Informationsarchitekten, Service-Designern, etc. die Anwenderseite im Business-Kontext zu verstehen und deren Perspektive in den Entwicklungsprozess einzubringen. Dann besteht die Chance, dass das Produkt die Kunden begeistert und aus der Neuentwicklung auch ein Erfolg am Markt, also eine Innovation wird.

Raum Schiff Erde bei T +4 Wochen

Wir schreiben das Jahr 2015. Es sind genau 4 Wochen vergangen seit dem wir das Raum Schiff Erde verlassen haben. Der Trip war erneut sehr anregend und wieder ganz besonders – sowohl vor, als auch hinter den Kulissen. Eine angemessene Zusammenfassung kann es bei der Vielzahl der Eindrücke nicht geben. Dennoch will ich versuchen einige Aspekte zu beleuchten.

Das RSE15 war ein Kongress für digitale Philosophie, Interaktionsdesign und Netzkultur. Wir wissen auch nicht so genau was das heißt – es klingt aber gut und am Ende des Universums dürfte das eh egal sein. Wirft man einen Blick auf das Programm kann man sagen, dass wir unserem Anspruch gerecht geworden sind. Es war gut und es hat allen Astronauten Spass gemacht.

Wer sich selbst davon überzeugen möchte, der kann in der Raumschiff-Mediathek die Folien nachlesen oder die Vorträge als Podcasts anhören. // RSE15 im uxHH Radio // Neben Daniel am Kaffeeapparat ist uns auch Helge am Photoapparat seit dem ersten RSE10 treu geblieben. Seine Bilder wirken nach, auch wenn er sagte, „bitte nie wieder so ein black dungeon!“ – Damit meinte er wohl das wunderbare Ambiente des Nochtspeicher auf St.Pauli. Ich liebe den roten Backstein und das alte Gebälk.


Es gleicht einem Wunder, dass das Gemäuer sich nicht in seine Atome zerlegte, als wir für das Raumschiff dort einen neuen ständigen Knoten des Hamburger freifunk-Netzes eingebaut haben; also die Freifunker haben gebaut und wir Raumfahrer haben organisiert. Denkt also bitte bei allen zukünftigen Tweets und Instagrammen aus dem Nochtspeicher an das Raum Schiff Erde mit all den digitalen Spuren rund um #RSE15.
Wir waren 107 Astronauten. Das ist weniger, als wir gehofft und erwartet haben, da die NoShow-Quote bei den reservierten Tickets doch bedenklich hoch war. Lesson learned. Dennoch ist es schade, dass durch die Unhöflichkeit vieler Nichtteilnehmer so eine ehrenamtlich organisierte Veranstaltung in Schieflage geraten kann.

Zum versönlichen Ausklang gab (und gibt es jetzt) das Live-Konzert von Lunartree.

Alle zusammen sagen wir Danke für das RSE15. Es war uns eine Ehre und Freude.

Ihre Sitzung ist abgelaufen!

Da habe ich mal gerade aus Neugierde so einen Count-Down im Online-Kaufprozess auslaufen lassen.

“Please complete your order within the given amount of time. After this time, your tickets are no longer reserved for you and are available for others.”

Ich wollte wissen, ob es sich um ein Dark Pattern handelt, das mich zum Kauf drängen will, oder ob es schlechtes Engineering ist. Dann, 1 Minute vor Ablauf der Frist:

“The time to complete your order is about to expire. Do you want to extend the time? [No][Yes]”

Nö, will ich nicht. Ich will ja wissen, wie das Interaction Design Problem in diesem Fall gelöst wird, bzw. ob es überhaupt eines ist.

“Ihre Sitzung ist abgelaufen! Vermutlich haben Sie für den Ticketkauf zu lange gebraucht. Klicken Sie auf “Neu Beginnen”, um den Ticketverkauf erneut zu starten. [Neu beginnen]”

Aufgabe: Finden Sie mindestens 5 Usability-Issues.

Bei jedem Lichtblitz…

 via @Astro_Alex

Im Spiegel gab es ein Interview mit den deutschen Astronauten Thomas Reiter und Alexander Gerst, aus dem ich hier 3 Absätze zitieren will:

SPIEGEL: Neben Fitnesstraining und wissenschaftlichen Experimenten finden Astronauten immer auch Zeit, ihren Heimatplaneten zu bestaunen und zu fotografieren. Herr Gerst, Ihr Weltallbild vom Gaza-Konflikt haben Sie ,,Mein traurigstes Foto“ genannt. Was genau ist darauf zu erkennen? 

Gerst: Vom Orbit aus konnte ich sehen, wie Raketen flogen und Bomben explodierten. Mir war klar: Mit jedem Lichtblitz sterben dort unten Menschen. Dabei kam mir ein verstörender Gedanke: Wenn irgendwann einmal außerirdische Besucher unseren Planeten ansteuern würden, dann wäre das Erste, was sie von der menschlichen Zivilisation mitbekämen, dass wir uns gegenseitig bekriegen. Sie müssten uns für primitive Barbaren halten, die noch dazu ihren eigenen Lebensraum zerstören. Wie sollten wir ihnen das erklären? Wir haben uns leider daran gewöhnt, Kriege normal zu finden, weil es immer irgendwo auf der Welt welche gibt. Von außen betrachtet erscheint das jedoch überhaupt nicht normal. 

SPIEGEL: Herr Reiter, Sie hatten ähnliche Erlebnisse
Reiter: Leider, bereits während meiner Mir-Mission waren aus dem Orbit Zeichen des Krieges zu erkennen. Es war Mitte der Neunzigerjahre, kurz vor Ende der Balkankriege. Nachts flogen wir über Europa hınweg. Fast überall waren die Städte hell erleuchtet. Nur im ehemaligen Jugoslawien klaffte ein pechschwarzes Loch. Wegen des Krieges waren dort buchstäblich die Lichter aus gegangen. [Der Spiegel 7/2015, S.108]

Im Artikel war auch ein Video verlinkt, in dem spektakuläre Zeitraffer vom Flug der ISS zu sehen sind. Ich weiß nur nicht, warum Echtzeit nicht ausreichen mag. In dieser Beziehung hat Stanley Kubrick für 2001 ein sehr gutes Gespür bewiesen, ohne dass es damals schon qualitativ hochwertige Fotos unserer Blauen Murmel gegeben hätte.

à propos

RSE15 am 22.2. in Hamburg

Raum Schiff Erde am 22.2.2013 in Hamburg

Als wir vor 5 Jahren mit dem Raum Schiff Erde begonnen hatten, war den Crew-Mitgliedern noch nicht so ganz klar, was wir da eigentlich anstellten… Dem Publikum auch nicht, denn in einer wunderbaren Blog-Kritik stand:

Die Überschrift hört sich ein bisschen an, wie die Sci-Fi Version von Stadt-Land-Fluß, ist aber was ganz anderes. Etwas abgedreht und dem Sci-Fi näher, als das klassiche Rythmusvorbild…

Danke. Passt. Inzwischen ist das RSE ein Kongress für Digitale Philosophie, Interaktionsdesign und Netzkultur, das sich an Freidenker, Medienkünstler, Interaktionsdesigner, Idealisten und Weltverbesserer richtet. Es ist eine inszenierte Unkonferenz mit verdichteten Franzbrötchen, über dessen Conference Experience ich schon beim UX Camp Hamburg [MMP 2012] und im MCI-Colloquium der Uni Hamburg [MMP 2013] gesprochen habe. Auch zum RSE15 wollen wir uns wieder ein Programm zusammen stellen, an dem alle Teilnehmer nachhaltig Freude haben werden. Hier noch ein paar Teaser-Folien.

Don’t Panic! – es gibt noch ein paar Tickets für das RSE15 in Hamburg zu sagenhaften 15€.
PS: Ich finde es wunderbar, dass wir nicht in 42 Sekunden ausgebucht waren. So hat Word-of-Mouth gute Chancen die Richtigen zu erreichen.

Usability Made in Hamburg (2.2.15)

Am 2.2.15 lädt das eBusiness-Forum in die Handelskammer zum Thema Usability – Made in Hamburg ein. Geplant sind 6 Kurzvorträge von Matthias Finck (effective webwork), Frank Hohenschuh (GfK), Martina Peris (Uni Hamburg), Christopher Menkens (MemeSoft), Frank Jacob (Human Interface Design) und Matthias Müller-Prove (das bin ich), sowie eine Podiumsdiskussion über Smart Services und Industrie 4.0.

Eingeladen sind Firmen aus Hamburg und jeder, der diese Ankündigung liest! Die Anmeldung ist kostenlos, aber notwendig über die Seite der Handelskammer.

Die Veranstaltung wird organisiert von HALLO SME (Hamburg Usability Living Lab for Small and Medium Enterprises).

PS: Hier meine Slides
Und ich drohe schon mal an, dass auch noch ein Video nach kommen könnte. 😉